Projektteam

Das DFG-Forschungsprojekt „Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland 1945-2005“ war von 2012 bis 2018 am Haus des Dokumentarfilms (Stuttgart), der Universität Hamburg und der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf angesiedelt. Zum Projektteam gehörten: 

Teilprojekt 1

Produktions-, Distributions- und Technikgeschichte

Haus des Dokumentarfilms, Stuttgart 

Dr. Kay Hoffmann (Teilprojektleiter, Gesamtkoordinator)

Dr. Philipp Blum (Wissenschaftlicher Mitarbeiter) 

Jeanpaul Goergen (Wissenschaftlicher Mitarbeiter) 

Teilprojekt 2

Programmatiken, Diskursgeschichte sowie Praktiken und Modi des Dokumentarfilms

Filmuniversität Babelsberg

 

Prof. Dr. Ursula von Keitz (Teilprojektleiterin)

Inga Selck (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Laura Niebling (Wissenschaftliche Mitarbeiterin) 

Teilprojekt 3

Analyse zentraler Themen und ihrer ästhetischen Umsetzung

Universität Hamburg

Prof. Dr. Thomas Weber (Teilprojektleiter)

Dr. Cornelia Lund (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Jutta Schäfer (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)

Philipp Blum

Philipp Blum ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Teilprojekt 1. Studium der Medienwissenschaft, Europäischen Ethnologie und Kunstgeschichte in Marburg, Promotion ebendort. 2009-2011 Redakteur der Zeitschrift MEDIENwissenschaft. Im Anschluss  wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg.

Publikationen u.a.: „Doku-Fikionen. Filme auf der Grenze zwischen Fiktion und Non-Fiktion als ästhetische Interventionen der Gattungslogik,“ in: MEDIENwissenschaft. Rezensionen | Reviews. 02/2013. S. 130-144. „Der Film erinnert sich selbst. Filmische Archivalien im Film zwischen Referenz und Reflexivität,“ in: Ziehe, Irene und Ulrich Hägele (Hrsg.): Fotografie und Film im Archiv. Sammeln, Bewahren, Erforschen. Münster, New York, München, Berlin: Waxmann 2013. S. 230-243, „Das Phantasma des echten Tieres. Das Tier zwischen Anthropomorphisierung und Monumentalisierung im Natur- und Tierdokumentarfilm am Beispiel von Earth,“ in: Blum, Philipp und Carlo Thielmann (Hrsg.): Animalische Audiovisionen – Modellierungen des Tieres in Film und Fernsehen. Marburg: Schüren 2014, S. 60-82.

Schwerpunkte im Projekt: Technik-, Theorie- und Begriffsgeschichte des Dokumentarischen, Kompilationsfilm, Fiktionalisierung und Hybridisierung des Dokumentarfilms. 

Jeanpaul Goergen

Jeanpaul Goergen ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Teilprojekt 1. Filmhistoriker. Aufsätze und Bücher zur deutschen Kino- und Filmgeschichte sowie Kurator von Filmreihen. Mitarbeiter des Vorgängerprojektes und mit Klaus Kreimeier und Antje Ehmann Herausgeber des zweiten Bandes der »Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland: Weimarer Republik 1918-1933«. Vorstandsmitglied von CineGraph Babelsberg (1993-2011) und der Society for Animation Studies (1997-2005). Redakteur von Filmblatt (1996-2011) und Filmblatt-Schriften (2002-2013). 

Publikationen u.a.: „’Ein kleines deutsches Wunder’. Bruno Joris Fernsehdokumentation BAGNOLO – DORF ZWISCHEN SCHWARZ UND ROT (1964) im Geiste des Direct Cinema,“ in: Filmblatt, Sommer 2014, S. 31-43, „Werben für eine neue Stadt? Stadtplanung und Dokumentarfilm im Wiederaufbau der Bundesrepublik,“ in: Keim, Christiane und Barbara Schrödl (Hrsg.): Architektur im Film. Korrespondenzen zwischen Film, Architekturgeschichte und Architekturtheorie. Bielefeld: Transcript 2015, S. 115-146. 

Schwerpunkte im Projekt: Ökonomie der Dokumentarfilmproduktion, Städtefilme, staatliche Auftragsproduktionen (BRD), Veränderungen in der Kinoauswertung dokumentarischer Filme ab den 1960er Jahren in der Bundesrepublik, Chronologie des deutschen Dokumentarfilms 1945-2005.

Kay Hoffmann

Kay Hoffmann ist Leiter des Teilprojekt 1. Seit 2007 Studienleiter Wissenschaft im Stuttgarter Haus des Dokumentarfilms (HDF) sowie freier Filmpublizist. Studium Kulturwissenschaft, Universität Marburg. Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Vorgänger-DFG-Forschungsprojekt zur Dokumentarfilmgeschichte vor 1945. Organisation von Film- und TV-Festivals und seit 1995 regelmäßig Projekte für das HDF (z.B. Edition „Zeichen der Zeit“, INPUT’98, DOKVILLE, zahlreiche Tagungen) sowie Vorträge, Beiträge in Büchern und Filmfachzeitschriften.

Publikationen u.a.: „Spiel mit der Wirklichkeit“ (Co-Hrsg., Konstanz 2012); „Dokumentarfilm im Umbruch“ (Co-Hrsg., Konstanz 2006); „Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland Bd. 3 „Drittes Reich“ 1933-1945“ (Co-Hrsg., Stuttgart 2005).

Schwerpunkte im Projekt: Technik, Digitalisierung, Ökonomie, Technischer Fortschritt, Filmfestivals, Wochenschau.

Ursula von Keitz

Ursula von Keitz ist Leiterin des Teilprojekt 2. Professorin für „Filmforschung und Filmbildung im Museum“ an der  Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf sowie Leiterin des Filmmuseums Potsdam. Unter anderem Mitglied des DFG-Forschungsnetzwerks „Erfahrungsraum Kino“. Zahlreiche Aufsätze zur Geschichte und Ästhetik des Films, daneben Ausstellungs- und Editionstätigkeit.

Publikationen u.a.: „Mediale Transformationen des Holocaust“ (Co-Hrsg., Berlin 2012), „Mehr als Schein. Ästhetik der Oberfläche in Film, Literatur, Kunst und Theater“ (Co-Hrsg., Berlin/Zürich 2008), „Im Schatten des Gesetzes“ (Marburg 2005), „Kinogefühle. Emotionalität und Film“ (Co-Hrsg., Marburg 2005).

Cornelia Lund

Cornelia Lund ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt 3. Kunst- und Medienwissenschaftlerin sowie Kuratorin. Seit 2004 mit Holger Lund Betrieb der Medienkunstplattform fluctuating images (Berlin, www.fluctuating-images.de). Dozentin für Designtheorie (u.a. HfK Bremen, HAW Hamburg) und Kuratorin zahlreicher Screenings und Ausstellungen (z.B. Mapping Festival Genf, Akademie der Künste Berlin, Index Festival New York, Hamburger Architektursommer).

Publikationen u.a.: Ko-Herausgeberin von „Audio.Visual – On Visual Music and Related Media“ (2009), „Design der Zukunft“ (2014), „Post-digital Culture“ (2015; http://post-digital-culture.org/) und „The Audiovisual Breakthrough“ (2015; http://www.ephemeral-expanded.net/audiovisualbreakthrough/).

Schwerpunkte im Projekt: Kunst, Musik und Tanz; Architektur; Mode und Design; Kinder und Jugend, Jugendkultur; dokumentarische Praktiken / Dokumentarfilm im Kunstkontext.

Laura Niebling

Laura Niebling ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt 2. Studium der Medienwissenschaft und Komparatistik an der Ruhr-Universität Bochum, Promotion an der Universität Bayreuth.Journalistin für Print- und audiovisuelle Medien in den Bereichen Wissenschaft, Musik und Film (u.a. WDR, Rock Hard Magazin), PR für Film- und Musikfestivals, Dozentin an mehreren deutschen Hochschulen für Geschichte und Theorie digitaler Medien, Filmgeschichte sowie Populärkulturforschung. 

Publikationen u.a.: „Populäre Musikkulturen im Film – Inter- und transdisziplinäre Perspektiven“ (Co-Hrsg., Wiesbaden 2016).

Schwerpunkt im Projekt: Populäre Musik, Dokumentarische Porträts

Jutta Schäfer

Jutta Schäfer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt 3. Germanistin (MA), wissenschaftliche Dokumentarin. Mitarbeit an der „Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland“ (Reclam 2005); Tätigkeit als wissenschaftliche Dokumentarin u. a. im Haus des Dokumentarfilms, konzeptionelle Mitarbeit bei verschiedenen Ausstellungen, Film-und Bildrecherchen, Lizenzierung, Bildredaktion für Ausstellungen des Militärhistorischen Museums, Dresden, Kuratierung von Filmprogrammen.

Schwerpunkt im Projekt: Archivierung, Filmrecherche, Datenbank

Inga Selck

Inga Selck ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt 2. 2004-2011 Studium der Soziologie und Medienwissenschaft in Siegen und Bonn. Im Rahmen des Projektes in Bonn, Konstanz und Potsdam tätig. Kuratorische Arbeiten für Austellungen und Filmabende, Moderation und Organisation von Veranstaltungen, Arbeit als freie Autorin für verschiedene Magazine, Jurymitglied der Berlin Feminist Film Week.

Publikationen u.a.: „Realitäten der Einwanderung – der deutsch-türkische Dokumentarfilm seit den 1960er Jahren,“ in: Alkin, Ömer (Hrsg.) Deutsch-Türkische Filmkultur im Migrationskontext. Wiesbaden: VS Verlag 2017, S. 95-128. Gastherausgeberin des Themenhefts „Dokumentarische Ethik“ von „montage AV – Zeitschrift für Theorie und Geschichte audiovisueller Kommunikation“ 25/1/2016.

Schwerpunkte im Projekt: Landwirtschaftlicher Dokumentarfilm, Migration und Kino, Dokumentarische Ethik, Gender und Film

Thomas Weber

Thomas Weber ist Leiter des Teilprojekt 3. Professor für Medienwissenschaft mit Schwerpunkt Film und Fernsehen an der Universität Hamburg. Studium Germanistik, Philosophie und Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften. 1992 Mitgründer des AVINUS Verlag. 1993-1998 als DAAD-Lektor an der Groupe HEC, einer renommierten Grande École für Management bei Paris. Im Anschluss Medienwissenschaftler an der Berliner Humboldt-Universität; 2006 Habilitation über „Medialität als Grenzerfahrung“.

Publikationen u.a.: Medienkulturen des Dokumentarischen. (Co-Hrsg. Wiesbaden 2017);  „Der dokumentarische Film und seine medialen Milieus“, in: Heinze, Carsten und Thomas Weber (Hrsg.): Medienkulturen des Dokumentarischen. Wiesbaden: VS 2017, S. 3 – 26;„Gegenöffentlichkeit – Unanschaulich“ (Co-Hrsg., München 2015), „Import – Export [von Ulrich Seidl]. Kinoerfahrung zwischen Aisthesis und Neuer Soziologie“ (Marburg 2015).

Schwerpunkte im Projekt: NS-Zeit, Zweiter Weltkrieg und Holocaust, Protestbewegungen, Datenbank und Website (Organisation und Finanzierung)

 

Das Projekt dankt seinen ehemaligen Mitarbeitern

Kerstin Stutterheim für ihre Rolle in der Beantragung des Pilotprojekts und des Teilprojekts 3. Britta Hartmann, Götz Lachwitz, Eva Knopf und Nathalie Karl für ihre Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiter*innen in den Teilprojekten. 

Der Dank gilt darüber hinaus allen studentischen Hilfskräften, die über die vergangenen Jahre das Projekt in vielfältiger Weise unterstützt haben: Stella Dehne, Monika Grassl, Jasmin Kermanchi, Sabine Lang, Elén Leoni Meißner, Caren Miesenberger, Lisa Schachtschneider und Jo Schuler.